[Rezension] Young World






Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes - Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.



Es zeigt die Skyline von New York und macht durch den destroyed Look auf die Katastrophe aufmerksam. Die Farben sind dunkel und schwammig gehalten und verstärken so das Endzeitthema. 




Der Klappentext verspricht ein großes Abenteuer in diesem Endzeitszenario. Aber er verspricht auch Hoffnung, da sie sich auf den Weg machen ein Heilmittel zu suchen. Deswegen ist er passend gewählt, denn er macht neugierig auf die Geschichte und ihre Entwicklung und auf das Ende! 



Jeffersonhat sich in seinem neuen Leben eingerichtet. Dennoch erscheint er zu gut für die neue Welt, da er es jedem recht machen will und seine Bedürfnisse nach hinten stellt. So macht er sich auch auf die Suche nach einem Heilmittel, obwohl er die Gefahren auf ihrem Weg kennt oder zumindest erahnt. Er gibt sich die Schuld an den Dingen die während der Reise passieren und Selbstzweifel nagen an ihm. Und so sieht er es auch als seine Pflicht alles in seiner Macht stehende zu tun um der Menschheit zu helfen. Er ist mutig und tapfer, aber leider manchmal auch sehr unsicher.

Ein Überlebenskampf nach eigenen Regeln.Ein unerbittlicher Wettlauf gegen die Zeit.

Donna, hat sich mit dem neuen Leben gut arrangiert. Sie kümmert sich um die Kranken und Sterbenden, da ihre Mutter Krankenschwester war. Sie stellt sich oft die Frage was das Leben noch für einen Sinn hat, denn die Menschheit wird sowieso aussterben. Deswegen kann sie die Clankriege auch nicht nachvollziehen und findet sie kindisch. Da sie versprochen hat auf Jeff aufzupassen begleitet sie ihn auf der Suche nach einem Heilmittel. Unterwegs macht sie sich viele Gedanken über sich und ihn und ihre Gefühle. Sie ist ein mutiges Mädchen, welches aber auch sehr sachlich denkt und viel Zeit braucht um sich ihren Gefühlen zu stellen.




Chris Weitz Schreibstil hat mich überrascht. Da er ja Regisseur ist, hatte ich damit gerechnet, dass er alles mehr von oben betrachtet, aber er war nahe an den Figuren und brachte sie mir nahe. Ich war gefesselt, da er durch immer wieder neue, gut durchdachte Wendungen, Spannung aufbaute.  



Das Buch wurde abwechselnd aus der Sicht von Donna und Jefferson erzählt. So wurde man gut in die Geschichte mit eingebunden, da beide Geschlechter eine Stimme hatten, aber auch unterschiedliche Charaktere angesprochen wurden. Durch immer neue Wendungen hat Chris Weitz es geschafft mich an das Buch zu fesseln. Sein Schreibstil war klar und flüssig und durch den immer wieder wechselnden Erzähler wurde noch mehr Spannung aufgebaut. Der Erzählfluss wurde dadurch auch kaum gestört, da die andere Person meist an der gleichen Stelle weitererzählte. Das Ende hat mich ziemlich unbefriedigt zurück gelassen, es ist wirklich ein gemeiner Cliffhanger! Dennoch bekommt das Buch von mir 4/5 Punkte. Ich will unbedingt das zweite Buch lesen, doch leider wird das wohl noch etwas dauern. 

Ich danke Vorablesen für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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