[Rezension] Die Königin der Schatten




Der Thron wartet auf seine Königin – wenn sie lange genug lebt, um ihn zu besteigen ...


Als Kelsea Glynn an ihrem neunzehnten Geburtstag den Thron des magischen Königreiches Tearling besteigt, tritt sie ein schweres Erbe an: Die mächtige Herrscherin des Nachbarlandes Mortmesne bedroht Tearling, das eigene Volk begegnet ihr mit Misstrauen, und an ihrem Hof findet sie einen Sumpf von Machtgier, Lügen und Intrigen vor. Kelsea weiß, sie darf sich keinen einzigen Fehler erlauben, wenn sie überleben will. Sie wird all ihren Mut, ihre Klugheit und Stärke brauchen, um eine wahre Königin zu werden – die legendäre Königin von Tearling . . .




Mir gefällt das Cover sehr gut. Die Farben harmonieren toll und wirken älter und geschichtsträchtig. Das Schloss auf dem Berg wirkt majestätisch und erhaben.



Der Klappentext hört sich vielversprechend, aber ganz halten konnte er meine Erwartungen nicht. Das Buch beinhaltet zwar all die Dinge die der Klappentext beschreibt, dennoch habe ich mir noch mehr vorgestellt und eine ein bisschen anders aufgezogene Geschichte. 



Kelsea, ist die rechtmäßige Königin von Tearling. Doch um den Thron zu besteigen muss sie am Leben bleiben, was sich manchmal als recht einfach und am Ende doch als sehr schwer erweist. Sie ist sehr willensstark und vertraut auf ihren Instinkt, auch wenn dieser noch so abwegig erscheint. So bekommt sie auch von unerwarteter Stelle Hilfe. Dennoch weiß sie nur wenig über ihr Land und seine Gesetzte, Bündnisse oder Abkommen und handelt so oft übereilt und vorschnell. Ebenso weiß sie nur wenig über die Dinge die Mace in die Wege leitet und kann ihm auch keinen Einhalt gebieten. Sie ist davon angängig das sie in seiner Gunst steht, damit die Garde ihr folgt, obwohl es genau andersherum sein müsste.

Mace, ist ein Gardist der Königin. Er befielt die anderen und steht Kelsea mit Rat und Tat zur Seite. Eigentlich dürfte er nur auf ihren Befehl hin Dinge ausführen, doch oft macht er seine eigenen Sachen ohne Kelsea etwas davon zu erzählen. Manchmal scheint es fasst als hätten seine Machenschaften ein Eigenleben.



Erika Johansens Schreibstil ist klar uns strukturiert. Man kann der Geschichte gut folgen und sie erzählt auch mit Geschick und Humor. Für mich hätte allerdings die Geschichte der Kristalle noch mehr erzählt werden können, da man immer noch nichts darüber weiß, obwohl sie so ein elementarer Teil der Geschichte sind. Genauso die Geschichte mit der Räuberbande. Kelsea hat da viel hineininterpretiert und ich fragte mich oft ob ich etwas überlesen habe, da ich diese Entwicklung nicht nachvollziehen konnte.



Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Es hat Spannung, Intrigen, Magie, Humor und eine starke Protagonistin. Allerdings war wie schon beschrieben manches für mich nicht ausführlich genug bzw. zu undurchsichtig. Auch konnte ich manche Entscheidungen der Protagonisten nicht nachvollziehen und die Magie die in der Welt besteht und auch die Welt an sich wurden mir nicht genug beschrieben. Da finden sich große Lücken die mich unbefriedigt zurücklassen, mit vielen Fragen die unbeantwortet bleiben. So kann ich dem Buch nur 3/5 Punkte geben, aber die Geschichte hat viel Potenzial und der zweite Band noch viel Luft nach oben. Ein solider Grundstein ist aufjedenfall gelegt.

Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!


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