[Interview] mit Alexandra Fischer alias Andie F.Andersson



Alexandra Fischer schreibt Historische Romane und hat sich unter dem Pseudonym Andie F. Andersson auch an einem Jugendroman versucht. 
Diesen habe ich hier schon rezensiert und er war eindeutig mein Jahreshighlight 2015! Deshalb freut es mich sehr das sich Alexandra Fischer bereiterklärt hat mir einige Fragen zu beantworten. Vorab stelle ich euch noch ihre Bücher vor.


Dieses Buch veröffentlichte sie am 05. Mai 2013.

Joli Rouge
Eine Piratin kämpft um Liebe und Freiheit
La Española, 1656: Das Gesicht der Westindischen Inseln beginnt sich zu verändern. Einst von Spanien dominiert, beginnen sich die Mächte mit den eintreffenden Seefahrernationen England, Frankreich und Holland zu verschieben. Es ist die Welt der Bukaniere, in der die junge Jacquotte Delahaye aufwächst. Eine Welt der Männer, wie sie sehr bald feststellt, beherrscht von der Bruderschaft der Küste, die nach ihren eigenen Regeln lebt und in der Frauen nicht erwünscht sind. Mit dem ihr eigenen Stolz stellt sie sich den Herausforderungen dieser unsteten Zeit, in der man nur selbstbestimmt leben kann, wenn man ein Mann ist. Wird es ihr gelingen, der Bruderschaft beizutreten und ihren eigenen Weg zu gehen?

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Als nächstes erschien dieses am 25. August 2015 unter ihrem Pseudonym. Durch das Pseudonym wollte sie sich ohne Erwartungen der Leser in einem neuen Genre versuchen. Ich finde dies ist ihr sehr gut gelungen!




Rockherz
Love & Rock'n'Roll
Miami, London, München: Das ist die Welt von Almond. Die Siebzehnjährige ist ein Scheidungskind und lebt für die Momente, die sie bei ihrem Vater verbringen darf. Als Manager von Rockbands hat er Almonds Musikstil geprägt und sie träumt heimlich davon, einmal in seine Fußstapfen zu treten. Bei einem ihrer Besuche lernt sie Burnside Close, die neue Band ihres Vaters, kennen und verliebt sich in deren Leadsänger Morris. Mehr denn je ist Almond daraufhin überzeugt, dass Rockmusik ihr Leben ist. Doch ihre Mutter ist davon so gar nicht begeistert. Als dann auch noch ein schwerer Schicksalsschlag Almonds Leben völlig auf den Kopf stellt, weiß sie bald selbst nicht mehr, was sie eigentlich will, und ihre Liebe zu Morris wird auf eine harte Probe gestellt.

Hier könnt ihr es kaufen! Meine Rezension dazu findet ihr hier!




Und diesen Jahr am 15. Januar 2016 erscheint ihr nächstes Buch.

Der Traum vom Horizont
Südsee Familiensaga
Apia, 1901: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe. Besonders ein geheimnisvoller Weltenbummler beeinflusst das Schicksal der Familie nachhaltig, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.

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Und hier kommen nun ihre Antworten auf meine Fragen. Da ich bis jetzt nur Rockherz rezensiert habe beziehen sich die meisten Frage darauf. Es sind 15 Stück zusammengekommen und vorweg kann ich euch verraten das sie sich selbst mit diesen 3 Worten beschreibt:

Chaotisch - Humorvoll - Schreibbesessen 


1. Wie kamst du auf die Idee zu "Rockherz"?

Die kam mir nach einem Konzert meiner Lieblingsband „Alter Bridge“. Ich saß im Auto, habe die Lieder vor mich hin gesummt und habe mich gefragt, was so eine Band wohl antreibt. Man muss ja schon eine ziemliche Leidenschaft für die Musik haben, wenn man um die Welt reist, jeden Abend irgendwo anders ein Konzert gibt und ständig in fremden Städten oder in einem Bus übernachtet. Und dann habe ich angefangen zu recherchieren. Habe mir die Biografie von verschiedenen Bands vorgenommen und mir Interviews angehört. Daraus formte sich dann Al‘s Geschichte in meinem Kopf.

2. Steckt dahinter auch etwas Autobiographisches?

Nein, das nicht. Außer der Tatsache, dass ich selbst ein wenig Zeit gebraucht habe, um herauszufinden, was ich im Leben will, habe ich weder Verbindungen in die Rockszene noch bin ich Managerin von Rockbands. Schade eigentlich.

3. Hast du auch schon einmal eine Weltreise unternommen?

Nein, leider nicht. Aber ich bin immer viel gereist und war an den meisten Orten, die auch Al in „Rockherz“ besucht, z.B. in Australien, Chile, Singapur, Malaysia und natürlich USA. Reisen ist für mich einfach etwas Wunderbares.
Wer viel reist, der geht meistens offener durch die Welt als andere Menschen. Zumindest geht es mir so.

4. Gibt es Ideen für andere Bücher?

Oh ja, tausende! Aber vermutlich werde ich es nicht schaffen, alle umzusetzen. 2016 wird es erst mal eine Fortsetzung von „Rockherz“ geben. Das hatte ich eigentlich gar nicht vor, aber ich wurde so oft gefragt, ob ich die Geschichte von Morris und Al nicht fortführen will, dass ich schließlich in mich gegangen bin und mir überlegt habe, ob das denn überhaupt möglich wäre. Und am Ende kam ich zu dem Ergebnis, dass es funktioniert. Die Fortsetzung wird „Rockleben“ heißen und Al’s Arbeit als Rockmanagerin fortführen. Mehr wird aber noch nicht verraten J

5. Wie oft / viel schreibst du? Machst du dies nur als Hobby oder als Beruf?

Ich schreibe jede freie Minute. Momentan nur als Hobby, denn mein Geld verdiene ich als Texterin. Okay, da schreibt man auch, aber das ist etwas anderes. Mein Traum wäre es natürlich, das Bücherschreiben zu meinem Beruf zu machen, aber das ist gar nicht so einfach. Realistisch betrachtet gibt es nur wenige Autoren, die mit ihren Büchern genug verdienen, um davon leben zu können. Kommt zwar immer darauf an, was man so im Monat braucht, aber generell ist es eher schwierig den Beruf des Autors oder der Autorin zu 100% auszuüben.

6. Wie kamst du zum Schreiben?

Gar nicht, denn es kam zu mir. Ich kann es gar nicht anders erklären. Irgendwann mit sechs oder sieben Jahren ging es los und dann konnte ich nicht mehr aufhören. Meine ersten Geschichten sind voll mit Rechtschreibfehlern, aber ich war sehr leidenschaftlich bei der Sache. Nicht immer zur Freude meiner Lehrer. Ich konnte selbst aus einer Mathe-Aufgabe einen halben Aufsatz machen.

7. Wo schreibst du am liebsten?

In unserer Küche! Da ist alles zum Greifen nahe, vor allem Schokolade und Tee, meine beiden Grundnahrungsmittel. Außerdem habe ich von dort einen herrlichen Blick über die Felder und Wiesen. Ich brauche die Natur, um kreativ zu sein.

8. Hast du ein Vorbild?

Na klar, und zwar eins, mit dem ich sicher nicht alleine bin:
Jane Austen. Sie ist für mich der Inbegriff einer leidenschaftlichen Schriftstellerin, die zu einer Zeit lebte, in der es nicht selbstverständlich war, dass Frauen zur Feder griffen. Doch trotz gesellschaftlicher Widerstände ging sie ihren Weg. 
Das finde ich bewundernswert, auch wenn ihr Leben schlussendlich doch recht tragisch anmutet. Sie schrieb all diese romantischen Geschichten, heiratete niemals selbst und starb schließlich im Alter von gerade mal vierzig Jahren. Das ist eine Tatsache, die ich mir nicht zum Vorbild machen will.

9. Wie kamst du dazu Selfpublisher zu werden?

Aus purer Verzweiflung. Ich war mal eine Zeitlang bei einer Agentur und das verlief für beide Seiten eher unbefriedigend. Wenn es nach denen gegangen wäre, wäre „Rockherz“ nie veröffentlicht worden. Eigentlich keines meiner Bücher. Irgendwann habe ich mir dann in einem Anfall von Trotz gedacht, dass ich das alleine sicher besser hinbekomme. Daraufhin bin ich aus der Agentur ausgeschieden und habe mein eigenes Ding gemacht.

10. War es schwierig das Buch selbst zu veröffentlichen?

Naja, einfach war es nicht. Am Anfang steht man vor einem Haufen von Möglichkeiten und muss erst einmal sortieren, welcher Weg der richtige für einen ist. Selfpublisher zu sein bedeutet, dass man sich um alles selbst kümmern muss und das ist, besonders wenn man es zum ersten Mal macht, unglaublich zeitintensiv. Inzwischen habe ich bei einigen Dingen schon etwas Übung, habe viele nette Menschen kennengelernt, die mir helfen und bin sehr froh, diesen Weg für mich entdeckt zu haben.

11. Wie war es, das Buch das erste Mal in den Händen zu halten?

Wahnsinn! Ich bin durchs Zimmer getanzt und habe gejubelt. Irgendwie war es schon toll, das Buch elektronisch auf dem e-Reader zu haben, aber die gedruckte Form setzt dem Ganzen nochmal die Krone auf. Dazu muss ich sagen, dass „Rockherz“ bisher nur in elektronischer Form erschienen ist, aber meine historischen Romane gibt es über Print-on-demand auch im Taschenbuchformat.

12. Wie kam die Idee zu dem Cover?

Durch Zufall. Ich hatte kein Geld, mir ein Cover designen zu lassen und habe es dann selbst mit Hilfe von Canva entworfen. So ganz zufrieden bin ich noch nicht und habe mir vorgenommen, dass „Rockherz“ ein neues, professionelles Cover bekommt, wenn die Fortsetzung online geht. Eines, an dem man erkennt, dass es eine Reihe ist.

13. Wie machst du auf dein Buch aufmerksam?

Hauptsächlich natürlich über Blogs, Facebook, Preisaktionen oder bezahlte Werbung auf speziellen Internetseiten. Wenn man als Autor noch keinen Namen hat, dann ist es schwierig, sich zu vermarkten. Man hat noch keine Fanbase, auf die man zählen kann. Dann kommt es wirklich auf das Cover an und die Bücher, mit denen man bei Amazon verlinkt ist. Oft ist es einfach nur Glück, wenn dann im Ranking nach oben schießt. Es gibt so viele tolle Bücher und Autoren - sich dagegen durchzusetzen, ist wirklich schwierig.

14. Wie waren die ersten Rezensionen deines Buches? Wie gingst du mit den Meinungen um?

Die ersten Rezensionen zu „Rockherz“ waren zum Glück gut. Das ist immer besser, als wenn es gleich Kritik hagelt. Im Prinzip kann ich aber auch mit damit umgehen, wenn es konstruktiv ist. Leider ist das Internet ja eher die Plattform für anonyme Stänkerer, die einem ihren eigenen Frust um die Ohren hauen. Und eigenartigerweise nimmt das einen dann doch mit.
Eine wirklich schlechte Rezension kann einem komplett den Tag versauen, ganz egal ob man vorher zehn gute Rezensionen erhalten hat. So ist das eben. Jeder Autor ist stolz auf sein Werk und es tut weh, wenn es kritisiert wird.
Ich brauche dann immer etwas Zeit und Abstand, um mich möglichst neutral mit der Kritik auseinanderzusetzen. Meistens kann ich etwas für mich mitnehmen, aber man muss natürlich auch sehen, dass Bücher einfach Geschmackssache sind. Das ist wie mit Mode, Musik und Filmen – dem einen gefällt’s, dem anderen nicht. Ich kann nicht alle zufriedenstellen.

15. Kann man dich auch auf Social Media Platformen finden?

Ich habe meine eigene Internetseite, auf der man verfolgen kann, was ich gerade tue. Sie heißt www.wortfischerin.de. Da kann man auch mit mir Kontakt aufnehmen. Ansonsten bin ich als Autorin eher noch zurückhaltend mit Social Media. Ist einfach eine Zeitfrage.


Ich danke Alexandra Fischer ganz herzlich das sie sich die Zeit genommen hat meine Fragen zu beantworten! Und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung ihres Jugendromans :)
Auch hoffe ich das ich sie euch ein bisschen näher und für ihre Bücher begeistern konnte!

Kommentare

  1. Danke für das tolle Interview!! :) Ich kannte die Autorin und die Bücher ehrlich gesagt gar nicht >.< aber freue mich jetzt mehr über sie zu wissen und finde die Bücher klingen echt interessant! Allein dafür das sie Jane Austen mag ... haha :D

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    1. Ich freue mich das es dir gefällt und ich dir die Autorin näher bringen konnte :D Und ja die Bücher sind wirklich toll, habe jetzt mit einem weiteren von ihr angefangen :)

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