[Rezension] Die rote Königin





Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz …



Die Farben sind super und zeigen sofort das Thema des Buches, in denen es um die Farbe des Blutes geht und Mare verkörpert eben beide Farben, weshalb es sehr passend gewählt ist.



Er verrät sehr viel über den Inhalt der ersten hundert Seiten, wodurch man diese sich zwar nicht schenken kann, aber ich konnte schnell darüber hinweglesen. Dennoch ist er gut gemacht und lässt einen mit einer großen Erwartungshaltung an den Roman zurück.




Mare, war mir von Anfang an sympathisch. Sie glaubt nicht an die Geschichten und die Manipulationen die von oben diktiert werden. Dennoch vertraut sie manchen Mitmenschen zu schnell, wodurch sie an manchen Stellen naiv wirkt. Manchmal findet sie sich mit ihrem Schicksal auch viel zu schnell ab, statt zu rebellieren und es zu hinterfragen und manchmal ärgert sie sich über Dinge viel zu lange. Somit widerspricht sie sich in ihren Charaktereigenschaften manchmal selbst, was mich verwirrte, da ich oft mit einer anderen Reaktion rechnetet. Sie war also eine nicht immer einfache Protagonistin und dennoch konnte ich mich gut in sie hineinversetzten.

Cal war ein Mysterium. Er lässt niemanden so schnell an ihn heran und er war lange ein Rätsel. Er würde gerne so viel anders machen in seinem Leben, wenn er dürfte, doch auch er wird in eine Rolle gezwungen. Auch seine Diskussoinen mit Mare fand ich immer wieder unterhaltsam, da die beiden Charaktere sich in vielem ähneln. 

Maven kommt von Beginn an schüchtern und nett rüber. Er versucht Mare mit einzubeziehen und setzt sich auch für sie ein. Ebenso interessiert er sich für ihre Welt und ihre Meinung. Dennoch kam er mir nicht geheuer vor, gerade weil er so nett war und seine Mutter eben nicht. Vielleicht stolperte ich auch deswegen immer wieder über bestimmte Aussagen von ihm, die zwar nett und fürsorglich schienen, für mich aber einen faden Beigeschmack hatten.



Victoria Aveyards Schreibstil hat mich von Anfang an gefesselt. Ich hab mich in ihrer Welt sofort zurecht gefunden. Die Sprache war einfach gehalten und dass man die Geschichte aus Mares Sicht erlebt, hat mir gut gefallen, da sie ein so facettenreicher Charakter war. 




Ich war von Anfang bis Ende begeistert, die Geschichte hat mich mit ihren Ideen begeistert und ich fand die Hintergründe und die Tiefe sehr schön. Man konnte die Probleme der dortigen Welt auch auf unsere reale Welt übertragen, was mich sehr zum nachdenken angeregt hat. Die Intrigen und Wendungen haben mich Überrascht und haben auch eindeutig zur Spannung beigetragen. 
Das Buch bekommt von mir 4/5 Punkte, da ich mir bei Mare mehr Kontinuität in ihren Entscheidungen gewünscht hätte. 



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