[Rezension] Fünf am Meer



Es zieht Linn den Boden unter den Füßen weg, als sie ihren Verlobten in flagranti erwischt. Aber dann erfährt sie, dass sie geerbt hat – und findet sich in einem Haus in den Hamptons wieder, direkt am Meer. Die Bewohner, fünf lebenslustige Senioren, wachsen Linn bald ans Herz, genauso wie die gemeinsamen Granatapfel-Manhattans und die Storys über ihre glamouröse Tante Dorothy. Doch dann taucht dieser attraktive Journalist auf, der noch ein bisschen mehr zu wissen scheint ...



Das Cover ist wunderschön und hat war einer der Gründe warum ich das Buch lesen wollte. Es passt gut zum Meer und zum Sommer und schaffte in mir ein Gefühl der Geborgenheit.



Der Klappentext ist der zweite Grund warum ich das Buch lesen wollte. Ich stellte mir ein tolle Geschichte über die Hamptons und die Bewohner des Hauses vor.


Linn, ist eine junge Frau die von ihrem Freund betrogen wird, ihren Job verliert und auch noch ihr zu Hause verliert. Da kommt ihr die Erbschaft einer entfernten Verwandten in Amerika gerade recht. Linn war mir zu Beginn der Geschichte noch sympathisch, da sie ziemlich interessant mit der Situation mit ihrem Freund umgegangen ist. Doch sie verliert ihre Sympathie-Punkte nach und nach in Amerika. Sie ist sehr naiv, handelt oft unüberlegt, bzw. schließt die falschen Schlüsse, da sie ziemlich seltsame Gedankengänge hat. Auch interpretiert sie in alles mögliche etwas hinein. Ihre Gedanken wurden irgendwann schon fast lästig und zogen die Geschichte oft unnötig in die Länge.



Der Schreibstil war oft sehr ausladend und ausschweifend, dadurch bekam man zwar ein gutes Bild der Umgebung und der Gedanken von Linn, doch oft nervte dies auch. Denn Linns Gedanken waren für mich sehr naiv und unreif. Bei jeder Begegnung mit einem Mann, dachte sie sofort daran ob er nicht eventuell mit ihr geflirtet hätte oder ähnliches. Auf Dauer war das sehr anstrengend, da sich ihre Gedanken immer im Kreis drehten. Es hatte dadurch für mich auch oft den Anschein, als würde die Geschichte nicht voran kommen. Auch dauerte es lange bis wirklich etwas Interessantes passierte. Die Handlung hatte für mich ihren roten Faden immer wieder verloren.

Die Stimme von Britta Steffenhagen fand ich sehr passend für Linns Charakter. Auch ihre Stimmvariationen sind sehr vorteilhaft für die Geschichte.



Ich freute mich wirklich auf die Geschichte. Doch umso länger ich sie hörte, umso enttäuschter wurde ich. Kurz vor Ende wurde es zwar besser, dennoch tröstet mich dies kaum über den Rest dieses, für mich, schwachen Buches hinweg.
Die 5 Rentner fand ich toll beschrieben und auch deren Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Linn wurde mir, wie schon geschrieben immer unsympathischer, da sie einfach so naiv war und viele Dinge gar nicht genau durchdachte. Auch der rote Faden hat mir in dem Buch gefehlt. Ich wusste irgendwann nicht mehr, auf was die Autorin jetzt eigentlich hinauswill, die Geschichte plätscherte einfach vor sich hin und das war es. Das Ende und die Entdeckung haben mich dann wieder in den Bann gezogen, gerne hätte ich mir von dieser Spannung mehr für das restliche Buch gewünscht. So kann ich Emma Sternberg leider nur 3/5 Punkte geben und auch das nur knapp.

Ich danke RandomHouseAudio für das Rezensionsexemplar!


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